Manche sagen: „Es püstert“, andere sprechen von ’stormy weather‘. Meine Wetter-App sagt strammen Wind mit 30 km/h voraus und Böen bis zu 55 km/h. Jedenfalls genug, um die Pudelmütze noch einmal aufzusetzen. Hier am Wasser wird man schnell richtig durchgeschüttelt. Über die freie Fläche der Elbe hat der Wind viel Anlauf und haut dann so richtig über die engen alten Hafenbecken rein. Der Regenschirm kann zu Hause bleiben. Egal wie robust das Gestell ist, es wird nicht standhalten. Ich habe mir das Wetter nicht ausgesucht, will aber ein paar Sachen ausprobieren, die ich gestern über meine Kamera nachgelesen habe. Die Funktionen der vielen Knöpfe üben und hoffentlich irgendwann mal behalten.
Kaum bin ich am Wasser, hat mich der Wind fest im Griff. Lieber noch die Kapuze über die Mütze ziehen, dann lässt es sich aushalten. Immerhin ist der Regen abgezogen und eine sehr attraktive Seite des windigen Wetters sind die tollen Wolkenformationen. Das wertet jedes Foto auf.
Mein Spaziergang führt mich zur Elbphilharmonie. Sie steht direkt an der Elbe und von dort aus hat man freien Blick. Flussaufwärts sieht man bis zu den Elbbrücken und in der anderen Richtung erkennt man die Landungsbrücken, Altona und die Containerterminals.
Die HADAG-Fähre kommt näher. Sie kämpft sich durch den Wellengang. Ein flaches Tankschiff nähert sich mir langsam. Es ist sehr flach gebaut, hat wenig Tiefgang und kaum Aufbauten. Umso höher schlägt die Gischt gegen den Bug. Das sieht fast dramatisch aus und ist mir ein willkommener Anlass, den Augenblick im Video einzufangen.
Morgen soll sich Wetter beruhigen. Gott sei Dank, denn eine Nachbarin plant, mir Blankenese zu zeigen. Da war ich bisher tatsächlich noch nie gewesen. Hamburg ist einfach zu weitläufig, um alle Ecken zu kennen. Ich freue mich schon, und wahrscheinlich werden wir uns, Sie, lieber Leser, und ich, dann ganz bald wiedertreffen.















