Mein Schiff, dein Schiff?

Mitte der neunziger Jahre lockte die Sparkasse neue Kunden mit dem Slogan: Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Zehn Jahre später bot TUI Cruises (Sitz in Hamburg) die erste Schiffsreise auf einem Cruiser namens ‚Mein Schiff‘ an. Die Geschäftsidee entwickelte sich fruchtbar, schon bald gab es ein zweites Schiff und dann begann das Nummerieren. Sinnvoll, denn die schwimmenden Hotels waren oftmals baugleich. Von außen und innen, gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen, eine geklonte Flotte.

Ich war nie auf einem TUI-Schiff, habe aber Gutes gehört. Wenn ich mir die Angebote auf der Webseite anschaue, kann ich keine Unterschiede zu AIDA feststellen. Vielleicht sind die noch stärker auf Familien mit Kindern vorbereitet? Die Reiserouten sind ähnlich, aber nicht identisch. TUI bietet für mich interessante Rundreisen um die britische Insel(n) an und das ab/bis Hamburg. Also, wer weiß, vielleicht bin ich demnächst selbst an Bord eines ‚Mein Schiffs‘?

 

 

Gerade war die ‚Mein Schiff 2‘ in der HafenCity. Die Nummer 4 und ich glaube auch die 7 waren schon vorher hier. Man könnte glauben, dass ‚Mein Schiff 2‘ eines der älteren ist, stimmt aber nicht. Die ersten beiden Schiffe, die Nummern eins und zwei, sind längst ausgemustert. Der Ersatz trägt den gleichen Namen, wurde aber erst viel später gebaut. Chronologisch müsste sich die ‚Mein Schiff 2‘ hinter die Schwester mit der Nummer 6 einordnen.

Die ‚Mein Schiff 2‘ ist 316 Meter lang und gehört damit zu Großen. Der Chicagokai in der HafenCity ist 350 Meter lang, da bleibt nicht viel Platz übrig. Ende 2018 hat sie ihre erste Probefahrt gemacht, ist also noch relativ neu. Die Vorgänger, bis ‚Mein Schiff 6‘ sind deutlich kürzer und haben rund 180 Kabinen weniger.

Anfangs fuhr die ‚Mein Schiff 2‘ in der Karibik, jetzt macht sie die typischen Rundreisen in der Nordsee, die sie nach einer Woche oder spätestens 12 Tagen wieder am Starthafen ankommen lässt.

 

 

Den ganzen Sommer über wird das Schiff immer wieder Hamburg anlaufen. Und es scheint, dass die HafenCity der neue Stammplatz werden soll. Uns ist es mehr als lieb, denn wenn so ein großes Schiff an der Kaikante liegt, dann sieht man den Bug schon morgens beim Einkaufen. Der ragt steil hoch und füllt das große, gläserne Eingangsportal zum Westfield Center. Ein Anblick, den ich inzwischen kenne, aber an den ich mich glücklicherweise bis heute nicht gewöhnt habe. Das ist schon sehr spektakulär, wenn ein Kreuzfahrer gleich vor der eigenen Haustür Halt macht.

Am 17. Juni ist es wieder so weit, und wer an dem Tag verhindert ist, kann das Schiff auch am 29. Juni in der HafenCity begrüßen. Und wer ein wenig mehr haben will, der sollte sich zu einer Tagesbesichtigung anmelden. Man sieht nicht nur die Highlights im Schiff, sondern kann auch noch nach Herzenslust zu Mittag essen. Und wenn ich es mir recht überlege, dann sollte ich meinem eigenen Tipp einfach mal folgen.