1304

Deichstrasse

Erstmals wird die Deichstrasse in einer Urkunde erwähnt. Die Strasse gibt es noch heute und am Verlauf hat sich nichts geändert. Schon damals mündete hier die Alster in die Elbe und die Deichstrasse bildet das westliche Ufer.

1316

Ende eines Streits

Vier dithmarscher Familie aus dem Kirchspiel Brunsbüttel streiten sich jahrelang mit dem Hamburger Rat. Nun findet die Fehde endlich ein Ende. Ich vermute, dass es dabei auch um das Fährrecht ging, dass die Familie Boie seit Generationen beanspruchte. Interesssiert mich, denn sie sind meine Vorfahren.

ab 1330

Erweiterung der Landwirtschaft

Die Elbinsel Stillhorn wird eingedeicht. Damit soll das Land urbar gemacht werden. Die Arbeit muß von den Bauern selbst durchgeführt werden und zusätzlich werden noch Abgaben für die Bewirtschaftung der neuen Flächen fällig. Stichtag ist jährlich der 11. November. Wer bis dahin nicht zahlt, verliert sein Land.

Ende 1350

Der ‘schwarze Tod’

Mitte des Jahrhunderts treten erste Pestfälle in der Stadt auf. Damals lebten rund 10.000 Menschen in Hamburg und ein Drittel von ihnen wird an der Krankheit sterben. Trotzdem kommt Hamburg im Vergleich mit anderen Städten noch glimpflich davon. Nach zwei Jahren verschwindet die Pest so lautlos, wie sie gekommen war.

 

1361

Immobilienpreise

In einer Urkunde ist vermerkt, dass das Dorf Farmsen von einem Hamburger Bürger gekauft wurde. Für 143 Mark erhält er Höfe, Vieh und Bauern. Die wurden natürlich nicht gefragt und vielleicht war es auch egal für wen man täglich arbeiten musste. Kurz später wird auch das Dorf Winterhude verkauft; diesmal ist der neue Besitzer das Kloster Harvestehude.

1372

Vermummungsverbot

Die amtliche Meldung vom 21. Dez. 1372 hört sich ziemlich aktuelle an. Damals verbietet der Hamburger Rat den Bürgern das Tragen von jeglicher Vermummung. Zuwiderhandlungen werden mit hohen Geldstrafe oder sogar Gefängnis geahndet. Der Grund scheint gar nicht das Verstecken des Gesichts zu sein, sondern das wilde Treiben während der Karnevals. Zur Belohnung werden die Theater subventioniert und so kommen die Hamburger doch noch zum musikalischen Vergnügen.

Ende 1382

Wie spät ist es?

Je mehr Menschen auf engen Raum zusammenleben, desto wichtiger wird die genaue Zeitangabe. Wie soll man sich sonst verabreden? Sei es zum Arbeiten oder um Geschäftspartner zu treffen. Man kommt deshalb auf die Idee den Kirchturm von St. Nikolai zu nutzen. Hoch oben wird eine Stundenglocke installiert, die den Hamburger verraten soll, was die Stunde geschlagen hat.

Oct 2022

Die Piraten kommen

Weil die Ritter des Deutschen Ordens in der Ostsee erfolgreich die Siedlungen der dortigen Piraten zerstören konnten, weichen die jetzt in die Nordsee aus. Damit kommen die 'Vitalienbrüder' der Hansestadt näher und vor allem ihren Schiffen, die schwer beladen den Weg in die Elbe suchen. Hamburg verlässt sich auf die Soldaten, die auf der Insel Neuwerk stationiert sind. Sie sollen den Schiffsverkehr kontrollieren und ggfs. eingreifen, wenn Piraten auftauchen.